Archive for März 13th, 2013

13. März 2013

Mali im Fadenkreuz der Geopolitik – Werner Ruf

[…] Warum also zieht Frankreich, das gerade seine Truppen aus Afghanistan abgezogen hat, in Mali nun genau jene Begründung heran, es müsse dem islamistischen Terror gegen die Bevölkerung ein Ende setzen? Gelänge es den Banden, die wohl auch den Vormarsch auf die Hauptstadt Bamako planten, in Mali Fuß zu fassen, könnten sie tatsächlich die Kontrolle über die gigantischen Energieressourcen der ganzen Region erlangen: In jüngster Zeit wurden im Raum von Mauretanien bis Niger große neue Öl- und Gasfelder entdeckt, an deren Ausbeutung vor allem die französische Total, die italienische ENI und die algerische SONATRACH (unter den weltgrößten Energiekonzernen auf Platz elf) beteiligt sind.

In Mali selbst gibt es Gold, Diamanten und Phosphat. Letzteres wird immer wichtiger für die weltweite Düngemittelproduktion. Und es gibt Hinweise auf erhebliche Ölund Gasreserven sowie auf Vorkommen von Uran in der Region um Kidal. Damit schließt sich der Kreis: Wie in Mali, so gibt es in Niger ein Tuareg-Problem – und im ganzen Raum agieren AQMI & Co. Niger aber ist der drittgrößte Uranproduzent der Welt, Frankreichs über 80 Atomkraftwerke beziehen 70 Prozent ihres Brennstoffs aus Niger. Ausgebeutet wird das Uran unter unsäglichen Bedingungen für Mensch und Umwelt von dem halbstaatlichen französischen Unternehmen Areva, das sich auf seiner Homepage »größter Atomanlagenbauer der Welt« nennt.

Von Nigeria durch Niger und Algerien wird die riesige fast 4000 Kilometer lange Transsahara-Gas- Pipeline gebaut, die, finanziert von SONATRACH und Gazprom, von Nigeria zur algerischen Mittelmeerküste geführt wird. Der Sahel, und in seinem Zentrum Mali, ist daher von herausragender Bedeutung, zumal inzwischen auch China begonnen hat, in Niger Uran abzubauen: Die derzeitigen Geostrategien richten sich nicht nur auf die Kontrolle der Rohstoffe und ihrer Transportwege, sondern auch auf die Kontrolle der Fördergebiete und Transportwege der konkurrierenden Mächte.

Erstaunlich ist, dass in diesem Konflikt die USA bisher so gut wie nicht in Erscheinung treten: Mit Africom haben sie ein gewaltiges, offiziell eigens für die Terrorismusbekämpfung geschaffenes militärisches Instrument. Im Schlüsseljahr 2007 erklärten sie, ihre Ölzufuhr aus Afrika von damals 13 Prozent bis zum Jahre 2013 (!) auf 25 Prozent ihrer Gesamtimporte steigern zu wollen. Scheuen sie die Risiken eines zweiten Afghanistan in den endlosen Weiten der Wüste? lassen sie Paris in einen unlösbaren Konflikt laufen, oder lernen sie aus den Misserfolgen von Africom, das in Mali vier Anti-Terror- Einheiten ausgebildet hat, von denen drei zu den Rebellen übergelaufen sind, während die Reste von Malis Armee sich selbst bekriegen?

Im Interessengeflecht um die Ressourcenkontrollen erscheinen jenseits des um Diskretion bemühten China neue Akteure: Seit der Arabellion treten die Staaten des Golf-Kooperationsrats unter Führung von Saudi-Arabien und Katar massiv in die Weltpolitik ein. Sie waren es, die jene Entschließung in den Sicherheitsrat einbrachten, die dann die Resolution 1973 und die Verhängung der »Flugverbotszone« über Libyen zur Folge hatte. Sie sind es, die in Ägypten und Tunesien für die Verbreitung des Wahhabismus und die Unterstützung salafistischer Gruppen sorgen und die dschihadistische Nusra-Front in Syrien unterstützen.

Katar, der neue militärische Partner Frankreichs am Golf, lässt der militantesten Gruppe MUJAO mindestens finanzielle Unterstützung zukommen. So versuchen die arabischen Despotien, sich als zentrale Macht in der aufscheinenden multipolaren Welt zu positionieren, die die Ressourcen unter der Erde zumindest der sunnitisch- islamischen Länder kontrolliert. Die gezielte Unterstützung von »Terroristen« wird zum Angelpunkt geostrategischer Planspiele – ebenso wie deren mit medialem Spektakel betriebene Bekämpfung.

Auszüge eines Artikels in der Zeitung „Neues Deutschland“, 16. Februar 2013

13. März 2013

Austerity plans enrage Portuguese military – demands for the resignation of the Conservative government

Military associations demand the resignation of the Conservative government, which leads the country into the abyss

On 20 March thousands of military personnel in Portugal will take to the streets to protest against the austerity measures and calling for the resignation of the Conservative government. This is a result of the conference of about 500 representatives of various associations of officers, NCOs and soldiers. In the capital Lisbon on Wednesday a letter was adopted by acclamation as part of the protest in front of the government palace São Bento of Prime Minister Pedro Passos Coelho to whom the letter was presented.

„The country is in danger,“ the president of the officers‘ association (Aofa) said at the meeting. Manuel Pereira Cracel believes that the policy of the government erodes the „fundamentals“ of Portugal, including the armed forces. „The military will be humiliated,“ he added, to great applause of those present. Colonel Vasco Lourenço, who led the discussion of language, which, in turn said, that „the country on the way to the bottom“.

The military in recent years has repeatedly protested against cuts in the social welfare system and has participated in demonstrations and marches. The same happened last Saturday, when military personal took part in the protests.  Lourenço found clear words in the direction of the government. „I hope that the policy has common sense to understand the signals that come from the Portuguese society and of military and opts for a change of direction.“

„To hell with the troika“ was the motto under which the Indignados movement claims to have about 1.5 million people located in the small country on the streets. Representatives of the troika of the European Commission, International Monetary Fund (IMF) and European Central Bank (ECB) were again in the country to review the implementation of the austerity and privatization conditions which Portugal made in the context of emergency relief 2011 in the amount of 78 billion euros were. Demanded by Portugal are new savings totaling four billion euros.

Lourenços words have special importance in the country and in the armed forces. He was one of the „captains“, on the 25th April 1974 peacefully with the Carnation Revolution overthrew the dictatorship and Portugal brought democracy. Some time left close military from no measures. Therefore, the protesters in the tradition of the Carnation Revolution. They therefore agreed on Saturday the revolutionary song „Grândola, Vila Morena“ to. The aura of the forbidden in the dictatorship song on the radio was the signal for the coup.

Once again made clear how military during the general strike in November last year that the military is on the side of the people. That had to be sworn, and therefore did „not involve the armed forces in the destruction of the country,“ the. The government was accused of selling the country to the international financial markets. Lourenço hopes that the now committed „crimes“ do not remain unpunished, by which he means the high unemployment. Brings a massive depletion in the country with it.

Many military had previously solidarity with the citizens against ever new savings plans, tax increases, cuts of social benefits and wage cuts, in the face of further austerity measures. The government now wants to save 218 million euros in the military. „The pension fund is about to go bankrupt,“ said Luis Reis. The president of the union soldiers (AP) believes that the government has tapped the fund. It is known that the government Coelho has in the last two years shifted billions from pension funds in the state budget in order to reduce the budget deficit with these tricks.

13. März 2013

[Telepolis] Portugal vor sozialer Explos

[Telepolis]
Portugal vor sozialer Explosion?
Ex-Ministerpräsident Soares warnt wegen der dramatischen wirtschaftlichen und sozialen Lage davor, dass Empörung in Gewalt umschlagen könnte http://www.heise.de/tp/blogs/8/153917

13. März 2013

Luftwaffeninspekteur Karl Müllner im Deu

Luftwaffeninspekteur Karl Müllner im Deutschlandfunk (dlf)
Luftwaffe in der NATO und zur Anschaffung von
Kampfdrohnen. http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/03/13/dlf_20130313_0544_3d30909d.mp3

13. März 2013

Expolizist Christopher Dorner, dessen Mo

Expolizist Christopher Dorner, dessen Mordserie an Polizisten die größte Fahndungsaktion in der Geschichte Kaliforniens auslöste, schien vor seinem dubiosen Flammentod noch einen willkommenen Vorwand zur weiteren Militarisierung des amerikanischen Sicherheitsapparates geliefert zu haben. Dorner war offensichtlich der erste US-Amerikaner, der zum Zielobjekt derselben Überwachungsdrohnen wurde, die auch bei Washingtons „War on Terror“ im Mittleren Osten zum Einsatz kommen. http://www.heise.de/tp/artikel/38/38651/1.html

13. März 2013

[wsws.org] Griechische Regierung hofiert

[wsws.org]
Griechische Regierung hofiert Faschisten
Während sich die sozialen Konflikte in Griechenland verschärfen und die alten Mechanismen zur Kontrolle der Arbeiter versagen, arbeitet die herrschende Elite daran, die Faschisten der Chrysi Avgi (Goldene Morgendämmerung) in die Regierung einzubinden und den Widerstand gegen ihre Politik brutal zu unterdrücken. http://wsws.org/de/articles/2013/03/12/fasc-m12.html

13. März 2013

In den Sternen Radikale Kritik an den Au

In den Sternen
Radikale Kritik an den Auswüchsen des Systems begründete Beppe Grillos Wahlerfolg in Italien. Und jetzt? http://www.jungewelt.de/2013/03-13/044.php

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