Griechenland: 200 Geheimdienstler protestieren gegen Kürzungspolitik

ANA – Griechenland,  31. Oktober – Vor dem Hintergrund der schweren Schuldenkrise haben sich griechische Geheimdienstler, die sonst die Öffentlichkeit meiden, zu einem beispiellosen Schritt entschlossen: Mitarbeiter des Nationalen Nachrichtendienstes EYP gingen auf die Straße, um gegen die Etatkürzungen zu protestieren.

Nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA fand die Demo am Dienstag vor dem Ministerium für Bürgerschutz in Athen statt; daran nahmen rund 200 Geheimdienstler teil.

Griechenland kämpft gegen eine schwere Schuldenkrise. Die Regierung in Athen beantragte bei der EU und beim Internationalen Währungsfonds (IWF) Rettungskredite, musste im Gegenzug aber die Ausgaben drastisch kürzen. Beschnitten wurden Gehälter, Renten sowie die Finanzierung von Staatseinrichtungen.

Am vergangenen Samstag protestierten 3000 Polizisten in Madrid
In den Wochen davor hatten sich mehrfach Polizeigewerksschaften  und Feuerwehrleute den Protesten gegen die Kürzungspolitik in Spanien angeschlossen.
Bereits im vergangenen Jahr wollten Mitglieder einer griechischen Polizeigewerkschaft  vor dem Hauptquartier der Bereitsschaftspolizei, um diese zu hindern zum Einsatz während einer Demonstration auszurücken.
In Portugal hat es in den vergangenen Wochen ebenfalls Proteste von Polizisten gegeben
Darüberhinaus hat es mehrere Erklärungen von Gruppen innerhalb des Militärs gegeben, die der Regierung klarmachen, dass das Militär auf der Seite der Bevölkerung steht und nicht bereit ist, sich gegen diese einsetzen zu lassen.