Archive for Oktober 18th, 2012

18. Oktober 2012

Uran-Film-Festival macht Station in Berlin

Ursprünglich initiiert in Rio de Janeiro im Jahr 2011 kam das Uran-Filmfestival nun nach Berlin, umauf seine großen Erfolge in Brasilien aufzubauen. Vom 4. bis zum 12. Oktober 2012 präsentierten diebeiden Kreuzberger Kinos Eiszeit und Moviemento das umfangreiche Programm des Filmfestivals. Ineiner großen Anzahl von Dokumentationen, Animations-, Kurz- und Spielfilmen wurde der gesamtenukleare Zyklus, vom Uranbergbau bis zur zivilen und militärischen Nutzung, thematisiert (http://www.uraniumfilmfestival.org/index.php/de/das-festival). Produzenten und Regisseure aus aller

Welt waren ebenfalls angereist, um für Diskussionen mit dem Publikum zur Verfügung zu stehen. In
beiden Kinos wurde durch eine Ausstellung auf das Thema der Uranwaffen aufmerksam gemacht,
zusätzlich zu weiteren Materialien von engagierten NGOs.
Der 7. Oktober stand dann ganz im Zeichen des Einsatzes von abgereichertem Uran in
Waffensystemen. Vertreter von ICBUW (Int. Coalition to Ban Uranium Weapons) Deutschland sowie
vom Arbeitskreis Uran-Munition als auch Filmemacher und Journalisten präsentierten die neuesten
Entwicklungen zu diesem Thema. Mit einem bunt gemischten Publikum entspann sich eine breit
angelegte Debatte, bei der es unter anderem um die Rolle der Zivilgesellschaft und ihr Engagement
im Verbotsprozess zu diesen Waffen ging.
Insgesamt war das Festival ein voller Erfolg und das Organisations-Team hofft, auch nächstes Jahr
wieder mit neuem Programm und unterstützt von Aktionen deutscher Anti-DU und Anti-Atom-
Aktivisten Station in Berlin machen zu können. Mittlerweile reist das Festival weiter in andere
Länder, bevor es im Mai 2013 wieder nach Rio de Janeiro zurückkehrt.

Uranium Film Festival takes place in Berlin

Originally initiated in Rio de Janeiro in 2011 the Uranium Film Festival traveled to Berlin, Germany
to build on its success in Brazil. From the 4th to the 12th of October the two cinemas Eiszeit and
Moviemento situated in Berlin-Kreuzberg were showcasing the comprehensive program of the film
festival. An extensive number of documentaries, animation-, short-films and motion pictures were
covering the whole nuclear cycle, from uranium mining to civilian and military use [Link!?]. Many of
the producers and directors from all over the world were present to engage in discussions with the
audience. In both cinema premises a short exhibition on the DU issue was dispelled, together with
other relevant material.
On the 7th of October a special emphasis was put on the use of depleted uranium in weapon systems.
Representatives from ICBUW Germany and other organizations as well as filmmakers and journalists
were raising awareness and discussing the latest developments on the topic. The diverse audience
let to a wide-ranging debate which focused, among other things, on prospects of making civil society
engagement to become effective in banning DU weapons.
Overall the festival was a great success and the festival team hopes to return to Berlin next year with
a new program, and activities to be coordinated with German anti-DU and anti-nuclear activists.
Meanwhile, the Uranium Film Festival is poised to continue traveling to other countries before
returning to Rio de Janeiro in May 2013.

http://www.uran-munition.de/news.html

18. Oktober 2012

Deutsche NGOs gründen Aktionsbündnis gegen Umweltzerstörung durch Krieg

Am 22. September 2012 fanden sich mehrere NGOs und Arbeitsgruppen in Berlin zusammen,um die Festigung ihrer Zusammenarbeit bei der Ächtung von Uranwaffen zu diskutieren. Zu denTeilnehmern zählten Vertreterinnen und Vertreter der Internationalen Koalition zum Verboton Uranwaffen (ICBUW), der Juristen gegen Atomwaffen (IALANA), der Ärzte für die Verhütungdes Atomkrieges (IPPNW), des Kasseler Friedensratschlags und des Münchener Arbeitskreises Kriegsfolgen.

Hauptdiskussionspunkte waren der inhaltlich-politische Stand des Kampfes gegen DU-Waffen und
andere Formen der Umweltzerstörung durch Krieg sowie die künftige Gestalt der Organisation der
Zusammenarbeit. Man verständigte sich darauf, dass eine bloße Fokussierung auf das DU-Thema
unzureichend ist. Parallel zu dem kürzlich entworfenen Konzept von toxischen Kriegsrückständen
(Toxic remnants of war – TRW) will man sich gegen verschiedene Quellen von Umweltzerstörung
durch militärische Einsätze und Aktivitäten engagieren, wie sie sich gerade im Fall des sardinischen
Truppenübungsplatzes Salto di Quirra zeigen. Das Bündnis versteht sich nicht nur als eine einfache
Kampagne zu einem abgegrenzten Thema, um so über eine größere Flexibilität in der Definition
ihrer Ziele im Bereich Umwelt und Krieg zu verfügen. Uranwaffen werden jedoch zunächst das
Hauptaugenmerk der Arbeit sein und bleiben.

Das Bündnis möchte seine Arbeit auf drei Säulen fokussieren: Öffentlichkeitsarbeit, um das
Gesamt- und die Einzelthemen bekannt zu machen; Lobbyarbeit, um Politiker direkt anzusprechen
sowie Wissenschaftsarbeit, um das eigene Wissen zu den Themen zu vertiefen. Zum Ende des
Arbeitstreffens wurde das „Aktionsbündnis gegen Umweltzerstörung durch Krieg“ (kurz: ABUK)
aus der Taufe gehoben. Sobald ein Grundsatzdokument und eine genauere Organisationstruktur
fixiert sind, sollen weitere NGOs, Gruppen und Einzelpersonen für eine Zusammenarbeit gewonnen
werden. Für Beginn des kommenden Jahres wurde ein weiteres Arbeitstreffen verabredet, um die
nächsten Schritte und eine Agenda für 2013 zu besprechen.

http://www.uran-munition.de/news.html

18. Oktober 2012

Deeskalation statt weiterer Kriege – Niema Movassat, MdB

 

„Schärfere Sanktionen gegen Syrien und den Iran sowie eine EU-Militärausbildungsmission in Mali heizen die Eskalationsspirale in den Krisengebieten nur noch weiter an. Militärberatern folgen Soldaten und Sanktionen führen in den Krieg. Beides haben wir leider schon erlebt“, so Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linksfraktion, anlässlich der Beschlüsse der EU-Außenminister auf ihrem Treffen in Luxemburg. Movassat weiter:

„Der NATO-Einsatz in Libyen hat die ganze Region destabilisiert. Ein Militäreinsatz in Mali hätte ebenfalls nur mehr Chaos zur Folge. Ob Afghanistan, Irak, Iran, Syrien, Libyen und Mali: Krieg ist und bleibt keine Lösung. Er dient vor allem der Interessensabsicherung der Industriestaaten. Sanktionen stellen oftmals das Vorspiel für einen Krieg dar und treffen vor allem die einfache Bevölkerung. Wer den Friedensnobelpreis trägt, sollte sich auch endlich dementsprechend verhalten. Deutschland muss innerhalb der EU auf eine aktive Friedenspolitik drängen und selbstverständlich sofort syrische Flüchtlinge über die medizinische Behandlung von Einzelfällen hinaus aufnehmen.“

18. Oktober 2012

Die EU verdient den Friedensnobelpreis nicht

Von Mairead Corrigan Maguire –
Alfred Nobel war ein Visionär, der an eine demilitarisierte friedliche Welt glaubte. In seinem Testament vermachte er seinen Friedenspreis denjenigen, die für „Brüderlichkeit unter den Nationen,“ für „die Abschaffung oder die Reduzierung bestehender Armeen“ und für „die Abhaltung und Förderung von Friedenskongressen“ arbeiten.

Laut Alfred Nobels Testament sollte der Friedenspreis an Friedenshelden gehen, welche auf die Ersetzung des Militarismus durch eine internationale Ordnung auf der Grundlage des Rechts und auf die Abschaffung nationaler Militärstreitkräfte hinarbeiten. Nobel schwebte vor Augen, die Macht von Militarismus und Krieg durch die Macht des Rechts zu ersetzen.

Ich glaube, dass die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union nicht den Kriterien entspricht, die Alfred Nobel vorgegeben hat.

Auf vielen Ebenen hat die Europäische Union in den letzten 60 Jahren viel für Frieden und Versöhnung unter Ländern geleistet, aber sie hat leider wenig für die Entmilitarisierung Europas getan.

Während die EU vielen EU-Ländern strenge Sparmaßnahmen auferlegt, unterstützt sie gleichzeitig die wachsende Militarisierung Europas durch ihre Unterstützung für das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika und für die NATO (welche schuldig sind wegen Kriegsverbrechen gegen Irak und Afghanistan). Die EU unterstützt weiterhin die Atomwaffenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie unterstützt Waffenverkäufe europäischer Staaten (Vereinigtes Königreich, Deutschland, etc.) an Staaten auf der ganzen Welt. Anstatt die Einhaltung der Menschenrechte in Ländern wie Palästina einzufordern, hat die EU Israel mit einem Sonderstatus für Handel und hohen Zuwendungen (aus EU Steuergeldern) für dessen militärische Forschung und Waffen belohnt und Israel dadurch ermöglicht, seine illegale Politik der Okkupation und Apartheid fortzusetzen.

Ich kann diese Entscheidung, der Europäischen Union den Friedenspreis zu verleihen, nicht unterstützen.

Ich appelliere an die schwedische Nobelstiftung, das Nobelpreiskomitee zur Verantwortung zu ziehen, weil es schon wieder eine politische Auszeichnung vergeben hat, anstatt mutige, und oft gefährliche Aktivitäten von Menschen zu unterstützen, die dazu beitragen, die Menschheit weg von militärischen Vorgangsweisen hin zu friedlichen Lösungen von Konflikten zu bewegen.Ich glaube, dass jetzt die Reform des Nobelpreiskomitees notwendig ist. Wie es bei allen anderen Nobelpreiskomitees der Fall ist, die aus Experten der entsprechenden Bereiche bestehen, ist es vielleicht auch an der Zeit, das Komitee für den Friedensnobelpreis aus Menschen zusammenzusetzen, die über Erfahrung im Bereich der Friedensarbeit und des Internationalen Rechts verfügen.

Mairead Corrigan Maguire bekam 1976 den Friedensnobelpreis als Mitbegründerin der Community of Peace People in Nordirland.

 

Quelle: www.antikrieg.com vom 17.10.2012. Originalartikel:  EU Doesn’t Deserve Nobel, Says Past Prize-Winner . Übersetzung: Klaus Madersbacher.

➜ http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007566.html#ixzz29ekNwlB0

18. Oktober 2012

Syrien – Geplanter Waffenstillstandes anlässlich des bevorstehenden Opferfestes

China hat bekanntgegeben, den Vorschlag des Syrien-Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi in Bezug auf eine Verhängung eines Waffenstillstandes anlässlich des bevorstehenden Opferfestes zu unterstützen.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Hong Lei sagte am Mittwoch, mit einer Waffenruhe sollten Bedingungen für einen vom syrischen Volk geleiteten politischen Übergangsprozess geschaffen werden.
Lakhdar Brahimi beendete am Mittwoch seinen Libanon-Besuch und reiste nach Damaskus weiter.
Dazu erklärte der syrische Außenministeriumssprecher Dschihad Makdissi, die syrische Regierung erwarte den Besuch von Brahimi und wolle sich über die Ergebnisse seiner Nahost-Reise informieren. Die syrische Regierung habe positiv auf den Vorschlag Brahimis regagiert.
Berichten von Bloomberg News zufolge begrüßte auch Abdulbaset Sieda, der Präsident des oppositionellen Syrischen Nationalrats, den von Brahimi unterbreiteten Vorschlag für einen Waffenstillstand.
Unterdessen äußerte auch der türkische Außenminister Ahmad Davutoglu seine Unterstützung für Brahimis Vorschlag. Demnach soll während des Opferfestes eine vorübergehende Waffenruhe in Syrien umgesetzt werden.

18. Oktober 2012

KRISE UND KRIEG

Die Auslandsschulden der USA nähern sich der Marke von 5,5 Billionen Dollar. Im August standen die Vereinigten Staaten mit insgesamt 5,43 Billionen Dollar in der Kreide. Damit erhöhten sich die Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres um fast 700 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium bekannt gab. Diese Zahl gibt zudem lediglich die Schulden bei anderen Staaten an, nicht die Gesamtverschuldung – diese beliefen sich auf über 16 Billionen.

18. Oktober 2012

Terrorkrieg des Imperiums

Die Wahrheit bahnt sich ihren Weg – Es spricht sich langsam herum. Nun hat es ein Teil der Wahrheit im Terrorkrieg des Imperiums und seiner Vasallen gegen Syrien bis auf die Seiten der New York Times gebracht, die endlich auch über das berichtet worüber nichtgekaufte Blogs und Plattformen im Netz schon seit über einem Jahr berichten. http://principiis-obsta.blogspot.se/2012/10/die-wahrheit-bahnt-sich-ihren-weg.html

18. Oktober 2012

Rebel Arms Flow Is Said to Benefit Jihadists in Syria (NYT)

– Most of the arms shipped at the behest of Saudi Arabia and Qatar to supply Syrian rebel groups fighting the government of Bashar al-Assad are going to hard-line Islamic jihadists, and not the more secular opposition groups that the West wants to bolster, according to American officials and Middle Eastern diplomats. That conclusion, of which President Obama and other senior officials are aware from classified assessments of the Syrian conflict that has now claimed more than 25,000 lives http://www.nytimes.com/2012/10/15/world/middleeast/jihadists-receiving-most-arms-sent-to-syrian-rebels.html?hp&_r=0

18. Oktober 2012

Videovortrag – Deutschlands Schulden in Athen

– Otto Köhler, Journalist, Buchautor, Publizist 15.10.12

18. Oktober 2012

Droht ein Krieg gegen den Iran? Gespräch mit Tobias Pflüger

Mitarbeiter der Informationsstelle Militarisierung e.V. 15.10.12

18. Oktober 2012

Antiatom – Friedlich in die Katastrophe – Filmtrailer von Holger Strohm

In den 1970ern erschien unter dem Titel »Friedlich in die Katastrophe« ein Buch von Holger Strohm, das zur »Bibel der Anti-Atomkraft-Bewegung« (Der Stern) wurde. Das 1360-Seiten-Werk erlebte seitdem etliche Nach- und Neuauflagen. Nun – 40 Jahre später – hat sich der Autor mit einem jungen Filmteam zusammengetan, um seine kritische Auseinandersetzung mit der Atomkraft auf die Leinwand zu bringen.

Ähnlich wie das Buch setzt sich der Film kenntnisreich mit den zahlreichen Folgen der Atomspaltung auseinander. Thematisiert werden Umwelt- und Gesundheitsschäden, Atommüll, Alternative Energien, Atompolitik, Reaktorsicherheit, die Folgen eines Unfalls und der Widerstand der Bevölkerung. Führende Experten der Politik, der Wissenschaft und der Bürgerinitiativen gewähren dabei Einblicke in Bereiche, die all zu gerne übersehen werden.
Wer diesen Film gesehen hat, kann unmöglich noch für Atomkraft sein.
http://youtu.be/W1y4zgLMgkY

18. Oktober 2012

Westliche Geheimdienste kooperieren mit syrischen Rebellen

„Nesawissimaja Gaseta“ Die Geheimdienste der Nato-Länder versorgen nicht nur die syrische Opposition mit Waffen, sondern koordinieren ihre Handlungen im Kampf gegen Präsident Baschar Assad, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.
Einem Deutsche-Welle-Bericht zufolge sollen CIA-Agenten in der Türkei die Waffenübergabe an die syrischen Rebellen kontrollieren. Trotz offizieller Dementis ist offensichtlich, dass für die von Washington bereitgestellten Mittel nicht nur Hilfsgüter gekauft werden. Auch Saudi-Arabien, Katar und die Türkei finanzieren die Bewaffnung der syrischen Oppositionskämpfer.
Die Geheimdienste der Nato-Länder haben ihre Rollen bei der Syrien-Krise augenscheinlich klar verteilt: Die Amerikaner versorgen die Rebellen laut Medienberichten mit Informationen über die Standorte der Regierungstruppen. Der britische MI6 operiert von Zypern aus und versorgt Assads Gegner mit strategischen Daten.
http://de.rian.ru/politics/20121017/264731801.html