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23. August 2012

No Pasaran – „Pussy Riot“ und menschenverachtende „Kunst“

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David Graeber ‏@davidgraeber (twitter) schrieb am 20.8. in seinem Twitter Account:
„Turns out I owe the German activist community a major apology. The bebelplatz book-burner wasn’t a crazy German but a crazy American.“
 Graeber stellte damit fest, dass die Verbrennung seines vielbeachteten Buches „Inside Occupy“ am Bebelplatz Anfang dieser Woche nicht von deutschen Neonazis inszeniert wurde, sondern scheinbar mit Unterstützung von „Pussy Riot“ Sympathisanten. Diese stellten damit einmal mehr die völlige Maßlosigkeit ihrer Provokationen unter Beweis.
Der Bogen von Beispielen menschenverachtender „Kunst“aktionen spannt sich über Projekte des polnischen Berlin-Biennale Kurators Artur Żmijewski, dessen Video von Nackten im Duschraum des KZs Auschwitz massiv provozierte – über dessen Berlin Biennale Ko-Kuratoren, die russische Gruppe Voina, „Gründerfrauen von „Pussy Riot“. Voina-Aktiviten inszenierten in Russland Gruppensex vor Kameras in einem Museum und Sex mit Tiefkühlhähnchen vor laufender Kamera im Supermarkt.
„Pussy Riot“ legte nach, als die Gruppe  mit Pornomasken vor dem Altar der wichtigsten Kirche der russischen Orthodoxen herumtanzte und das Kirchenoberhaupt als Hund und Hure beleidigte. Nach dem Urteil und den massenmedial in Szene gesetzten weltweiten „Pussy Riot“-Soliaktionen folgt jetzt eine weitere Provokation mit einer Bücherverbrennung am Bebelplatz in Berlin. Deutsche Faschisten inszenierten hier 1933 eine „Gesamtaktion gegen den jüdischen Zersetzungsgeist“ und verkündeten: „Der jüdische Geist, wie er sich in der Welthetze in seiner ganzen Hemmungslosigkeit offenbart, und wie er bereits im deutschen Schrifttum seinen Niederschlag gefunden hat, muss aus diesem ausgemerzt werden.“
 
Pussy Riot hat keinerlei Verbindungen zu Occupy Berlin
 
Die folgende Erklärung der Occupy Bochum Gruppe, die in diesem Zusammenhang veröffentlicht wurde, sollte man deshalb unterstützen: 
Wir sehen uns als Teil der internationalen Protestbewegung, fest verbunden den Prinzipien der internationalen Solidarität und Zusammenarbeit . Wir verstehen Occupy als emanzipatorische Bewegung die sich gegen das neoliberale Wirtschaftssystem stellt und Wege sucht, eine positive Zukunft zu gestalten. Nationalistische Lösungsansätze stehen für uns im Widerspruch zur Occupy-Idee.
Wir lehnen mit aller Deutlichkeit Diskriminierungen jeglicher Art, Rassismus und Antisemitismus ab, desgleichen distanzieren wir uns mit aller Deutlichkeit von Theorien, die behaupten, Menschen jüdischen Glaubens und Herkunft würden die Welt regieren.
Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Initiativen , die diese Prinzipien teilen, Blockupy Frankfurt dient da als positives Beispiel.
Eine Zusammenarbeit mit Gruppen und Personen , die neoliberale oder nationalistische Lösungsansätze verfolgen oder die rassistisches Gedankengut verbreiten, kommt für uns nicht in Frage.“
 
„Pussy Riot“ – Soll menschenverachtende „Kunst“ Occupy diskreditieren? Diese Frage steht im Raum.
Bereits die Vereinnahmung von Occupy während  der Biennale gab Anlass zu Diskussionen.
Das Kunstverständnis  des Kurators  Artur Żmijewski und seine Solidarität mit der russischen Gruppe Voina  ist schwer nachzuvollziehen, einige seiner Projekte sind völlig inaktzeptable Provokationen, andere wirken positiv.
 
Occupy, eine globale und dezentrale Bewegung, die auch von David Graeber unterstützt wird, sowie darüberhinaus von über 3000 Autoren und Schriftsteller, die auf  occupywriters.com schreiben: „Wir als Unterzeichner und alle die sich uns anschliessen unterstützen „Occupy Wall Street“ und die Occupy Bewegung weltweit“
Occupy hat durch  gewaltlose Aktionen bis hin zu zivilem Ungehorsams und Besetzungen die Forderungen und Interessen der 99% nach Veränderung und gegen Krieg weltweit in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gestellt.
Nie gab es Aktionen menschenverachtender Art. Pussy Riot war deshalb niemals Teil der Acampada/DemocraciaReal/Occupy Aktionen.
Massiv unterstützt durch Massenmedien und Prominente wird mit Pussyriot eine Kampagne gegen Russland und dessen Präsidenten Putin vorangetrieben. Aktivisten von Pussy Riot haben die im Artkel beschriebene Aktion am Bebelplatz durchgeführt ohne irgendeine vorherige Abstimmung mit Occupy Aktivisten Von zahlreichen Vertreter der Occupy Bewegung gibt es bereits eine deutliche Abgrenzung. Es wird hier versucht durch extreme Provokationen zu spalten.Vladimir Putin, erklärter Gegner des drohenden Irankriegs wird in „Kunst“aktionen zu einer Art von faschistischen Untermensch erklärt. Russlands Innenpolitik und Repression bilden hier zwar reichlich Grund zur Kritik nur bleibt diese Kritik aus wenn es um Kriege des Westens geht. Der  Widerstand der russischen Regierung gegen eine drohende militärische Eskalation im Mittleren Osten wird von China, Venezuela, Kuba, Nikaragua, Chile, Brasilien, Ecuador und weiteren lateinamerikanischen Ländern unterstützt.ab 40. Sekunde ansehen:


 

bebel1
Berliner Pussy Riot Aktivistin – hier bei der Demo vor der russischen Botschaft am 17.8.
auf diesem Video ab 9.Minute im Bild http://youtu.be/lh_eQck5RgA

bebel2
Text:
summoning the demons from the past in order to face them – burning a book got cheers of bravo from germans and tourists – our work was questioned when we told people what we would do until we said
we would burn the book of david graeber on ocuupy – the book was like a monument and the documenting the history of a baby but also david made some nice money from the book and continues to do so – where did that money go? he also has become a media celebrity – one more thing on him why would he understand why anonymous needs to protect themselves and respect that

 LINKS
 book burning @ bebelplatz
Pussy Riot
 
Bücherverbrennung:
http://vimeo.com/47803788
Video deleted
Video: Pussy Riot copycats caught in Cologne Cathedral
http://youtu.be/e5jqLym56Yc
 
 
F R E E   B R A D L E Y  M A N N I N G
 
 
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