Bundeswehr ist zunehmend mit Kriegsdienstverweigerung durch Berufssoldaten konfrontiert. In den vergangenen sechs Jahren stieg die Zahl der Anträge kontinuierlich von 15 (2006) auf 181 (2011). Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes Ende 2001 verweigerten insgesamt 593 Offiziere und Unteroffiziere den Kriegsdienst. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage vor.
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist im Grundgesetz verankert. Entsprechende Anträge werden vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geprüft und beschieden. Werden Soldaten als Kriegsdienstverweigerer anerkannt, folgt die Entlassung aus der Bundeswehr. (dpa)

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